AAT®/CT®

UND?
WAS
MACHST
DU SO?

Anti-Aggressivitäts-Training (AAT®)

Was ist das AAT®?

Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT®) ist ein spezialisiertes Trainingsprogramm für Menschen, die durch aggressives oder gewalttätiges Verhalten auffällig geworden sind. Es dient dazu, Gewaltbereitschaft zu erkennen, zu hinterfragen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Das Training wird sowohl im Gruppensetting als auch im Einzeltraining angeboten. Zudem können einzelne Bausteine flexibel genutzt werden, wenn ein vollständiges Training nicht sinnvoll oder notwendig ist.

Ziele des AAT®

Gewalt erkennen und Verantwortung übernehmen:
Eigene Taten nicht verharmlosen, sondern deren Folgen für Opfer und Täter wahrnehmen.

Empathie entwickeln:
Die Sichtweise der Opfer nachvollziehen, Leid und Folgen erkennen.

Gefühle wahrnehmen und kontrollieren:
Strategien zur Wutkontrolle und Deeskalation kennenlernen.

Alternative Handlungsstrategien:
Konstruktive Wege zur Konfliktlösung einüben.

Langfristige Verhaltensänderung:
Gewaltfreie Lebensführung als persönliches Ziel.

Methoden des AAT®

Konfrontatives Arbeiten:
Direktes, klares Ansprechen von Gewalthaltungen und Rechtfertigungen.

Rollenspiele & Szenische Arbeit:
Eigene Taten nachstellen, Perspektivwechsel einnehmen und alternative Verhaltensweisen ausprobieren.

Opferempathie-Übungen:
Sich in die Rolle des Opfers hineinversetzen, Leid und Folgen verstehen.

Gefühls- und Körpersensibilisierung:
Eigene Wut erkennen, Signale des Körpers wahrnehmen, Stopp-Signale einüben.

Gruppendiskussion & Einzelgespräche:
Austausch, Feedback, gemeinsame Reflexion.

Biografische Arbeit:
Hintergründe von Gewaltmustern erkennen und neue Lebensziele entwickeln.

Flexibilität im Angebot

Gruppentraining:
Austausch und Konfrontation in der Gruppe.

Einzeltraining:
Individuelles, intensives Arbeiten an den persönlichen Themen.

Bausteine:
Je nach Bedarf können nur bestimmte Module (z. B. Wutkontrolle, Empathie, Konfliktstrategien) bearbeitet werden.

So kann das Training individuell auf die jeweilige Person oder Institution zugeschnitten werden.

Unser Ansatz

Das AAT® arbeitet nach dem Grundsatz:

Gewalt ist eine Entscheidung – und kann durch neue Entscheidungen ersetzt werden.

Klare Linie mit Herz

Ganz nach dem Motto: Verstehen aber nicht einverstanden sein!

Wir unterstützen Teilnehmende dabei, Verantwortung zu übernehmen, Alternativen einzuüben und ein Leben ohne Gewalt zu gestalten.

Coolnesstraining (CT®)

Was ist das CT®?

Zielgruppe des CT® sind gewaltbereite Kinder und Jugendliche, potenzielle und tatsächliche Opfer, sowie die scheinbar unbeteiligten Beobachter. Handlungsbedarf für ein CT® kann durch gehäufte Konfliktlagen (z. B. Mobbing, Ausgrenzung, Gewalt) entstehen, es kann aber auch ein präventives Angebot (z. B. für Klassen) sein. Wichtiges Ziel eines CT´s ist die Opfervermeidung. Es geht um eine Verhaltensveränderung der Teilnehmer (nicht um eine Persönlichkeitsveränderung).

Durch den Leitsatz: Niemand hat das Recht den anderen auszugrenzen, zu bleidigen oder zu verletzen. Geschieht dies dennoch, erfolgt Konfrontation. Erhält das CT® einen konfrontativen Charakter und gleichzeitig die Grundregel für die Teilnahme.

Gearbeitet wird stets mit einer würdigen Konfrontation und nach dem Motto „Grenzerziehung mit Herz“, was bedeutet, dass der Teilnehmer als Mensch geachtet und gemocht wird, sein aggressives Verhalten jedoch abgelehnt wird. „Akzeptanz + Konfrontation = soziale Entwicklung“

Die SchülerInnen sollen eine Kultur des Hinschauens entwickeln und eine friedfertige Einmischung trainieren. Hierbei geht es um:

Die Verfestigung eines zivilisatorischen Standards der Friedfertigkeit

Die Stärkung der Kompetenzen der Peergroup für schwierige Situationen

Die Stärkung der Opfer, die Sensibilisierung der Täter

Mit folgenden Themen und Lernzielen sollen sich dabei die Teilnehmer auseinandersetzen:

Stärkung der Gruppe

Wahrnehmung aggressiver Gefühle, mit körperlichen Empfindungen

Erkennen der eigenen Befindlichkeit in Konflikten, Wahrnehmung eigene Täter-/Opferpositionen, Hierarchisierung von Empfindlichkeiten

Erkennen und Akzeptieren der eigenen Stärken, Schwächen und Möglichkeiten

Visualisierung von Befindlichkeiten

Konstruktive Kommunikation

Interesse an gemeinsamen Zielen, Wecken von gegenseitigem Interesse und Akzeptanz

Aushalten erster leichter Konfrontationen, zum Problem bekennen, Erkenntnisgewinn nicht allein zu sein

Erkennen von Rollenverhalten, Rollenzuweisungen und Rollenerwartungen

Aushalten von Provokation, Erhöhung der Frustrationstoleranz, kreative, lockere Reaktionen auf Anmachen, Provokation bei Regel- und Normverletzungen

Reduzierung der Feindlichkeitswahrnehmung

Sinnvolles Verhalten in Bedrohungssituationen (Deeskalation und Selbstbehauptung)

Verbesserung der Körperwahrnehmung

Erkennen widersprüchlicher Signale und Anforderungen der Erwachsenen, Körpersprache, Akzeptanz der eigenen Verantwortung, Erkennen der eigenen Möglichkeiten

Dabei werden unterschiedliche Methoden wie z.B. Kämpfen als pädagogische Disziplin, Interaktionspädagogische Übungen, Spiel- und Theaterpädagogik etc. eingesetzt. 

Die grundsätzliche Bereitschaft der Schule und der Schüler zur Teilnahme muss vorhanden sein. Die Eltern werden bei einem Elternabend über das Training informiert. 

Äußerlicher Rahmen

Einmal wöchentlich, 90 Minuten – insgesamt 40 Stunden mind. 30 Stunden (AG oder Doppelunterrichtsstunde – vormittags/nachmittags)

Gruppengröße 5-25 Schüler (Gruppen von 5-8 Teilnehmern / Klassen)

Ein CT– Trainer plus Co-Trainer (ein Experte für die Gruppe/ Klasse, z.B. Schulsozialarbeiter oder Klassenlehrkraft)

Raum (mindestens Klassenraumgröße), sollte für Bewegungsspiele geeignet sein

Sonstiges

Wenn eine Klasse sich am CT® beteiligt (oder auch eine AG), muss geklärt werden, wohin die Schüler ggf. können, wenn sie nicht mehr mitmachen können/ dürfen (evtl. ist ein Rausschmiss vom gesamten CT® möglich)

Ein Elternabend /Elterninformationsveranstaltung

regelmäßiger Austausch mit Klassenleitung

ein bis zwei komplette Tage /Blocktage /Schultage/Samstag: ein Tag Ausflug z.B. Klettern, Kanufahren etc.)

Abschlussveranstaltung mit Zertifikatsübergabe (z.B. Grillen)

Kosten

Preis auf Anfrage, je nach Stundenanzahl (Gelder sind über die Schule zu finanzieren) 

Zusätzliche Finanzierung des Erlebnispädagogischen Angebots und der Abschlussveranstaltung

(Mischfinanzierung Eltern/Schule !?)

Für weitere Fragen oder/und eine Vorstellung im Kollegium, stehen wir gerne zur Verfügung.

Alexandra Schmidt und Madelene Kahmann

Telefon: 04462 6360
E-Mail: juz@stadt.wittmund.de